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Karabiner 31

SCHWEIZER ORDONNANZ Karabiner 31
Der Karabiner 31 war eine Standart Repetierwaffe mit Holzschaft und einem 6 Schuss Magazin. Diese wurde im Jahre 1931 als persönliche Waffe den Soldaten abgegeben. und löste den Karabiner 18 und das Langgewehr ab. Mit dieser Waffe mussten die Schützen liegend frei schiessen und standardmässig war eine offene Visierung angebracht. Für den zivilen Gebrauch konnte ein Diopter montiert werden, welcher das Zielen einfacher und genauer machte. Im Militär konnte mit dieser Waffe auch Panzerabwehrgranaten mit Zuladung abgefeuert werden.

Geschichte
Rudolf Schmidt (1832-1898) ist der Konstrukteur des Gradzug-Repetiergewehrs Modell 1889. Dies ist das Grundmodell auf dem die diversen weiteren schweizerischen Gradzug-Repetierer basieren (Infanteriegewehr 1896/11 u. IG 11). Es gab noch verkürzte Varianten für die Artillerie, Kavallerie und so genannte Kadettengewehre. Daraus entstand dann der Karabiner Modell 1911. Durch den schon damals eintretenden industriellen Fortschritt und den Ersten Weltkrieg (1914-18) wurde der Wunsch grösser, eine einfachere, leichtere und kürzere Einheitsfeuerwaffe zu besitzen. Der Karabiner 11 entsprach nicht mehr dem damaligen Stand der Technik und die Herstellung war zu teuer. Aus diesen Gründen wurde 1929 begonnen den Lauf des Karabiner 11 dicker zu gestalten und den K 11 komplett zu überarbeiten. Der Verschlusskasten und der Verschluss wurden verkürzt, somit wurde eine Verlängerung des Laufes und der Visierlinie möglich. Das Patronenlager ist stärker als das des Karabiner 11 und die Verriegelung liegt vor der Ladeöffnung. Nach erfolgreichen Tests wurde am 22.Januar 1932 per Bundesratsbeschluss der K 31 (Karabiner 31) als Ordonnanzwaffe ernannt, und als Ersatz für den Karabiner 11 erklärt.

Technik
Der fast einzigartige Gradzugverschluss der schweizerischen Repetiergewehre basiert auf dem Wunsch eine Waffe sehr einfach und rasch bedienen zu können. Das Kaliber des Karabiner 31 (sowie auch des Karabiner 11 und IG 1896/11 u. IG 11) ist die 7,5 x 55 mm Schweizerische Ordonnanz, kurz "GP11" genannt. Zum Öffnen des Verschlusses (nicht gesichert) muss lediglich der griffige Riegel rechts zurückgezogen werden und dieser dreht dann durch eine Nut in der Verschlusshülse die beiden Verschlusswarzen aus ihrer Verriegelung und somit lässt sich der Verschluss komplett nach hinten ziehen. Jetzt kann entweder das Magazin von oben mittels eines Ladestreifens oder einzeln von Hand geladen werden. Man drückt den Riegel wieder nach vorn und schiebt so eine neue Patrone ins Patronenlager. Bei leerem Magazin ist der Verschluss durch das Magazin blockiert und kann nicht nach vorn geschoben werden. Die Sicherung ist sehr einfach zu bedienen: Es ist der Ring, welcher hinten aus dem Verschlussgehäuse herausragt. Zugleich ist er auch die Verbindung zum Schlagstück. Ist er senkrecht dann ist der Karabiner 31 schussbereit, bei waagrechter Stellung ist der Karabiner gesichert. Dann lässt sich auch nicht der Verschluss öffnen, ausser man drückt den Sicherungsring dann leicht nach links runter und zieht gleichzeitig am Riegel. Entsichert ist es möglich bei einem leeren Abschlagen des Schlagstücks - z.B. bei einem Versager - den Ring nach hinten zu ziehen und so ist das Schlagstück wiederum gespannt und nochmals bereit für ein erneutes Abfeuern. Der Verschluss besitzt 2 grosse Verriegelungswarzen welche in den entsprechenden Aussparungen vorn am Lauf verriegeln. Das Visier kann man von 100 m bis 1.500 m einstellen. Der Schaft wurde aus Nussbaum, später dann auch aus Buchenholz gefertigt. Die Beschläge sind aus Stahl. Das sechs Schuss fassende Magazin kann herausgenommen werden und ist auswechselbar. Folgende Bajonette passen auf den Karabiner 31: Dolchbajonett 1889/1918, Bajonett 1918 u. Modifikationen 1955, Sägebajonett Modell 1914. Der Karabiner Modell 1931 wird noch heute von Hobby- und Sportschützen wegen seiner Präzision sehr geschätzt.


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